Hauskonzerte spielten im bürgerlichen Europa des 19. Jahrhunderts
eine besondere gesellschaftliche Rolle. Familien luden Freunde und
Bekannte in ihre Wohnzimmer und Dielen ein um gemeinsam ein Konzert zu
erleben. Diese Tradition lebt heute wieder auf und erfreut sich bei
allen Beteiligten großer Beliebtheit.
Warum?
Die Gastgeber präsentieren
ihre Wohnung einmal anders und ermöglichen ihren Freunden,
Bekannten und Nachbarn Kultur in einem gemütlichen Rahmen zu
genießen. Außerdem bleibt ihnen nach dem Konzert der
Heimweg erspart.
Das Publikum erlebt die Musik hautnah und kann in der Pause oder nach dem Konzert mit den Künstlern in Kontakt kommen.
Die Musiker können sicher
sein, dass der Gastgeber das Konzert gut beworben hat und „die
Bude voll ist“, der Auftritt also in einer anregenden
Atmosphäre stattfinden kann. Sie müssen von der Gage keinen
Anteil an Agenten oder Veranstaltungsort abführen. Gerade für
unbekannte und unabhängige Künstler ist dies eine gute
Möglichkeit sich und ihre Musik einem breiteren Publikum
vorzustellen.
Hier einige Rückmeldungen von Hauskonzertgastgebern:
"Ein Hauskonzert gibt
Euch selbst und allen Euren liebsten Freunden und Freundinnen,
Verwandten, Nachbarn und zufaellig Vorbeischauenden eine einmalige und
wundervolle Chance, in gemütlicher Atmosphaere nicht nur
kulinarische, sondern zugleich akustisch-künstlerische
Delikatessen zu geniessen - zelebriert von leidenschaftlichen,
professionellen Musikern."
Roland Stern, Bremen 2005
"Hauskonzert an einem
Spätsommerabend im Garten. Mit Pascal Gentner. Für
Freunde, Nachbarn und Familie. Stühle werden - nach
Möglichkeit - mitgebracht. Wein, Wasser, Saft und Brezeln
verkaufen die Enkeltöchter in der Pause. 33 Gäste kommen, und
ein Kälteeinbruch. Also: Hauskonzert im Wohnzimmer. Eng. Kein
Problem, denn die Musik ist und macht weit."
Christel und Hans Seiler, Hamburg 2009
"Das Besondere an dem
Hauskonzert war die Nähe zum Künstler. Die einfühlsamen,
persönlichen Lieder und die ehrliche Interpretation haben unsere
Gäste tief berührt. Es war ein wirklich besonderes Erlebnis."
Ingeborg und Rolf Gollücke, Kehl am Rhein 2009
"Unser Hauskonzert mit
Pascal war der interessante (und erfolgreiche) Versuch, unsere Freunde
zu einen außergewöhnlichen Abend bei uns zu Hause
einzuladen. Es war ein spannender Moment für uns, als Pascal sein
erstes Stück anstimmte. Seine Live-Musik, die Gespräche mit
ihm und die offene Atmosphäre hat alle begeistert und ist ganz
besonders in Erinnerung geblieben."
Udo Scherer, Hemmingen 2009
"Von unseren Gästen
kamen Rückmeldungen wie: Der Mann hat eine unglaublich gute
Bühnenpräsenz! - Der Kontakt zwischen Künstler und
Publikum ist eine reine Freude! - Im Freundeskreis so ein nahes,
musikalisches Ereignis zu teilen, verbindet!"
Ulrike Schliephack, Hamburg 2010
Wie sieht das mit der Finanzierung aus?
In der Regel werden die Gastgeber bei der Einladung und später bei
der Begrüßung darauf hinweisen, dass am Ende des Konzertes
der Hut herumgeht. Manche geben einen finanziellen Rahmen vor (etwa
zwischen 5,- und 15,- Euro), andere lassen es völlig frei.
Möglich ist natürlich auch ein Engagement der Künstler
durch die Gastgeber.
In meinem Fall ist es so: Die Gage für reguläre Auftritte
beträgt etwa € 300,- plus Fahrtkosten. Bei Hauskonzerten bin
ich bereit ab € 200,- plus F. zu spielen, weil mir diese Art der
Konzerte am sympathischsten ist. Werden im Hut weniger als € 200,-
erzielt (passiert so gut wie nie) können die Gastgeber den
fehlenden Betrag aufstocken.
Also traut Euch, es ist ein Erlebnis und macht Spaß!